Mit Zertifizierungen Umweltziele zu erreichen

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Mit Zertifizierungen Umweltziele zu erreichen

Als sich die Vertreter von 170 Ländern in Paris versammelt, um ihre Ziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu bestätigen, sagt der Vorsitzende des Global Ecolabelling Network (GEN), Bjorn-Erik Lonn, dass mehr als 50 Länder und Gebiete bereits ein Werkzeug verwenden, das helfen kann.

Umweltzeichen wurden per Definition eingeführt, um Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Sie tun dies, indem sie jeden einzelnen Verbraucher dazu befähigen, eine einfache, bewusste Entscheidung zu treffen, wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen, indem sie Öko-Schwindel entlarven und die umweltmäßigen Auswirkungen prüfen. Sie sind auch maßgeblich für das öffentliche Beschaffungswesen in vielen Ländern und veranlassen Produzenten dazu, umweltfreundlichere Produkte herzustellen. Ihre verstärkte Nutzung, sagt Herr Lonn, ist einer der schnellsten Wege, um den Zustand der Umwelt zu ändern, und ist weder besonders teuer noch eine politische Herausforderung.

Allein in der EU beläuft sich die öffentliche Auftragsvergabe auf knapp 2000 Milliarden Euro pro Jahr – rund 20 Prozent des Gesamt-BIP der Region.

Anfang 2015 schlossen sich eine Reihe von unabhängigen Zertifizierungsprogrammen für ökologische und soziale Nachhaltigkeit zusammengeschlossen und forderten öffentlichen Einkäufer dazu auf, Nachhaltigkeitsfragen proaktiver als Teil ihrer Beschaffungsprogramme einzusetzen. Die Kampagne mit dem Namen Modern Procurement – #ModPro oder #ModUpp auf Schwedisch – fordert die öffentlichen Auftraggeber dazu auf, die verantwortliche Nutzung öffentlicher Mittel zu gewährleisten und gleichzeitig für eine nachhaltige Entwicklung im Rahmen ihrer Beschaffungsprogramme beizutragen.

Im Jahr 2014 veröffentlichte das EU-Parlament eine neue, öffentliche Beschaffungsrichtlinie, die mehr Möglichkeiten bietet – und in einigen Fällen verlangt – dass Institutionen des öffentlichen Sektors Kriterien für ökologische und soziale Verantwortung bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen mit einbeziehen.

Um an der Kampagne teilnehmen zu können, übernimmt eine Organisation die Zielsetzung, dass mindestens 50 Prozent aller gekauften Waren und Dienstleistungen im Jahr 2020 von unabhängigen Instanzen für ökologische und soziale Verantwortung zertifiziert sind.

“Unsere Mitglieder nehmen in vielen Ländern aktiv Einfluss auf Hersteller und Verbraucher, damit diese Produkte liefern und kaufen, die die Auswirkungen auf die Umwelt verringern, einschließlich der größten von allen, der globalen Erwärmung”, sagt Herr Lonn. “Im vergangenen Jahr waren GEN-Mitglieder zwischen Neuseeland nach Norwegen, und auf den meisten Kontinenten verantwortlich für die Lizenzierung von mehr als 298.000 Produkte, die bewiesenermaßen das Potenzial besitzen, umweltmäßig einen Unterschied zu machen.”

“Die Ökolabel-Programme der Mitglieder von GEN wurden nach ISO-Maßstäben entwickelt und sind bereits einsatzbereit. Wir schlagen vor, dass eine stärkere, öffentliche, grüne Beschaffungspolitik als Teil der Tools gegen die Klimawandel in Betracht gezogen werden sollte, zusammen mit mehr Unterstützung für nationalen Programme, mit denen Ökolabel entwickelt und gefördert werden. Dies ist besonders wichtig in großen Entwicklungsländern, da einmal eingeführte Ökolabels vor allem durch Lizenzgebühren von den Herstellern finanziert werden, die von den Wettbewerbsvorteilen profitieren können. Einige unserer Mitglieder sind in der Lage eine selbstfinanziertes Modell zu betreiben, während andere in Regierungsbehörden verschachtelt sind.”

Weitere Informationen zum Global Ecolabelling Network (GEN) finden Sie auf

http://www.globalecolabelling.net/

2016-05-19T14:29:23+00:00 19 May, 2016|Categories: Neuheiten|Tags: , , |